Wenn du mal einen Multiplayer-Hit wie League of Legends, CS:GO, FIFA, Street Fighter oder Gwent gespielt hast, kennst du das: Du kriegst online nur aufs Fressbrett. Klar, für die eigenen Kumpel reicht der Skill meistens, aber sobald du dich gegen Spieler auf der ganzen Welt beweisen willst, reicht es nur für den Bronze- oder Silber-Rang. Wie du das ändern kannst Ganji? Eigentlich ganz einfach!

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Gwent - Gwent in 60 Sekunden

Du willst also bei den ganz großen Jungs mitmischen? Dich mit den Besten messen, obwohl du gerade in den niedrigsten Rängen herumdümpelst? Dann habe ich zwei Worte für dich Ganji: Spielen, spielen, spielen! Keiner der Profis in Dota 2 etwa hat weniger als 5.000 Stunden Spielzeit auf der Uhr. Denke also nicht, dass du schon nach 200 Spielstunden in der Oberklasse mitmischen müsstest.

Die besten Spieler der Welt trainieren täglich mehrere Stunden. Also selbst wenn du jetzt ein Wunderkind des Gamings-Gottes sein solltest, gegen hartes Training kommt auch der smarteste Spieler der Welt nicht an. Wenn du dich wirklich verbessern willst, dann musst du auch mehr trainieren. Natürlich sollst du jetzt nicht dein halbes Leben für ein Diamanten-Rating in League of Legends oder Counter-Strike: Global Offensive auf den Kopf stellen, aber sieh diese Spiele mehr als Hausaufgabe, anstatt als Zeitvertreib. Jeden Tag mindestens eine halbe Stunde bringt viel mehr, als einmal in der Woche einige Stunden auf einmal reinzuknallen. Auch weil es dich lehren wird, die Ruhe zu bewahren.

eSports - Wie wird man gut in Multiplayer-Spielen?

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Üben, üben, üben: Nur so werdet ihr zum Pro!
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Die Sache mit der Mentalität

Regel 37: Kein Gemecker! Ich weiß, das kann schwerfallen. Gerade bei FIFA oder einem etwas glücksbasierten Spiel wie Gwent oder Hearthstone. Und den zugewürfelten “Kameraden” in DoTA 2 oder Counter-Strike, die einen in brenzligen Situationen im Stich lassen, denen würde ich auch gerne den Kopf umdrehen.

Aber das ist nunmal ein Teil der Spielerfahrung. Du bist einer von Millionen von Spielern. Du bist nichts, solange du nicht ganz oben mitmischst. Also verhalte dich auch so.

Wut und Hass bringt dich nicht weiter - im Gegenteil. Es vermindert deine Fähigkeiten zu spielen, dazu gibt es unzählige Studien aus dem Schach- und Poker-Bereich. Zusätzlich demotiviert es im schlimmsten Fall noch deine Mitspieler, sodass die Niederlage noch näher rückt. Also, wenn du das nächste mal rumfluchen willst: Ruhe bewahren! Ich will keinen Mucks hören! Schalte im Notfall dein Mikrofon und deine Chat-Möglichkeit einfach aus. Es bringt sowieso nichts.

Was tun, wenn man sein Limit erreicht hat?

Du hast also deinen ersten Zenit erreicht. Egal wie viel du spielst, egal wie sehr du dich unter Kontrolle hast, du kommst in der Rangliste nicht weiter. Aber Ganji: Das ist vollkommen okay! Hürden gehören zum Leben dazu, im Spiel wie in der Liebe. Sonst wäre es ja auch viel zu einfach.

In solchen Situationen musst du Regel 45 beherzigen: Das Lernen lieben lernen. Schau dir Wiederholungen deiner Partien an. Notiere dir, wenn dir bestimmte Fehler in deinem Gameplay immer wieder auffallen. Kassierst du besonders viele Kontertore? Spielst du zu aggressiv, obwohl du mit einer AWP am Start bist? Hast du eine schlechtere Last-Hit-Rate als ein Bot auf der niedrigsten Schwierigkeitsstufe? Hier ist das große Ganze wichtig; kleinere individuelle Fehler lassen sich eh nie vermeiden. Also kümmer dich zuerst um deine eklatanten Schwächen.

So machen es auch die Profis: Klar spielen die mehrere Stunden am Tag. Aber wenn ein Profi etwa 10-12 Stunden mit seinem Spiel verbringt, dann wird die Hälfte dieser Zeit mit der Sichtung von Replays verbracht. Ja ich weiß, das alles wirkt dann noch mehr wie das Abarbeiten von Hausaufgaben. Und vielleicht hast du schon Probleme, dich jeden Tag vor den PC oder die Konsole zu setzen, um eine halbe Stunde zu absolvieren. Hier gilt das Gleiche wie beim Krafttraining: Disziplin ist das A und O. Manchmal sogar auch das U. Hast du verstanden, Ganji?

Sei kein Fatzke, such dir Hilfe

Am Ende des Tages ist noch kein Profispieler vom Himmel gefallen. Mit der Ausnahme von Faker natürlich. Aber sein Spitzname ist ja auch nicht umsonst “Gott”. Bist du Faker? Nein. Also.

Dementsprechend solltest du dir auf jeden Fall Hilfe suchen. Zunächst einmal einen Mentor, jemand der das Spiel deutlich besser beherrscht als du. Dein Trainer kann dir nicht nur wertvolle Tipps geben, sondern dir auch bei der Sichtung deiner Spiele behilflich sein. Vier Augen sehen bekanntlich mehr als zwei.

Außerdem gibt es im Internet zahlreiche Guides und mittlerweile sogar Apps, die dir mit empirischen Berechnungen weiterhelfen. Die Hilfe ist da - man muss sie nur annehmen. Also steig von deinem hohen Ross herunter!

Solltest du all diese Schritte befolgen, steht einem höheren Ranking eigentlich nichts im Weg. Und um mit diesem Gerücht aufzuräumen: Nein, eine bessere Tastatur oder ein “Gaming-Chair” für Unsummen bringen dich nicht weiter. Wirklich wichtig sind nur eine gute Maus und gegebenenfalls ein qualitativ hochwertiges Headset - aber dann auch nur bei First-Person-Shootern, die nicht Overwatch heißen.

Du glaubst mir nicht? Der NA LCS-Spieler Matt beispielsweise hat es auf einem Supermarkt-Computer bis in die höchste League of Legends-Rangliste geschafft. Und das trotz klapprigen Bürostuhl, Ping von 120 Millisekunden und enorm viel Lag. Keine Ausrede für dich also!

Sieh' dir Matts Geschichte selbst an:

Aber was hör ich da? Du schaffst es trotz dieses wasserdichten Plans nicht, in den Online-Ranglisten aufzusteigen? Gut, dann musst du vielleicht auch einfach der Realität ins Auge blicken: Möglicherweise hast du auch nicht die Fähigkeiten, um im kompetitiven Gaming-Bereich zu brillieren. Und das ist okay! Gibt ja auch andere nette Aktivitäten. Kartoffeln schälen beispielsweise.