E-Sport entwickelt sich zunehmend zu einer ernstzunehmenden Sportart: Top-Spieler sind hochbezahlte Profis und große Turniere locken Besucherscharen in Stadien, die andere Sportler neidisch machen würden. Die Universität Stuttgart hat daher eine Studie begonnen, um dem Phänomen e-Sport nachzugehen.

Eine der Fragen, die dabei im Vordergrund steht, ist, ob e-Sport die Beteiligten davon abhält, "richtigen" Sport zu treiben. Des Weiteren wollen die Forscher etwas über die Perönlichkeiten der Spieler erfahren und auf die Weise ergründen, worin die Faszination für den digitalen Sport begründet liegt.

Hierfür schalteten sie einen Online-Fragebogen auf die Webseiten von ESB und ESL. Vorläufige Ergebnisse sind hauptsächlich statistischer Natur und wenig überraschend: Der typische e-Sportler ist männlich und zwischen 17 und 22 Jahre alt. Drei Viertel von ihnen zocken fast ausschließlich zu Trainingszwecken. Nur 20 Prozent bezeichnen sich selbst als Gelegenheitsspieler. Beliebtestes e-Sport-Spiel ist Counterstrike.

Das Klischee vom Chipstüten mampfenden Couchpotato-Zocker widerlegt die Studie ferner: Der überwiegende Teil der Befragten treibt auch "realen" Sport. Vor allem Mannschaftssportarten wie Fußball und Handball sind besonders beliebt.