Am 27. März hätte das große eSport-Event Intel Friday Night Game in Stuttgart stattfinden sollen, bei dem Teams der bekannten Electronic Sports League (ESL) vor Zuschauern spielen sollten. Nachdem das Event am 20. März in München mit 1.200 Zuschauern gut besucht war, kann Stuttgart davon nur träumen.

Stuttgarts Oberbürgermeister Schuster von der CDU sprach zu dem Thema: "Angesichts der Ereignisse und des schrecklichen Amoklaufs in Winnenden und Wendlingen, bei dem 15 Menschen getötet wurden, können wir eine solche Veranstaltung derzeit in unserer Stadt nicht akzeptieren."


Auslöser des Verbots war die Spieleauswahl von WarCraft, Counter-Strike und Counter-Strike: Source. Zudem scheint der Veranstalter der ESL Turtle Entertainment nicht ganz unschuldig an dem Verbot zu sein, denn bereits seit vergangener Woche versuchte die Stadt Stuttgart den Veranstalter dazu zu bewegen, andere Spiele für die Austragung zu verwenden. Turtle Entertainment aber bestand auf diese Spiele.

Turtle Entertainment-Pressesprecher Ibrahim Mazari: "Counter-Strike gehört seit zehn Jahren zu den beliebtesten Spielen der Welt, es ist die moderne Version des Räuber-und-Gendarm-Spieles. In Deutschland ist es ab 16 Jahren frei gegeben, Blut ist in dieser Version gar nicht zu sehen. Es geht um Spieltaktik und strategisches Denken, ein bisschen wie auch beim Schach. Warcraft 3 ist ab zwölf Jahren frei gegeben und stand bei keiner Verbotsdiskussion der letzten Jahre zur Debatte"

Im Moment ist noch nicht bekannt, wo und ob Intel Friday Night Game am 27. März stattfinden wird.