Im eSport geht es heiß her, gerade wenn man die League of Legends-Ligen verfolgt: Hier bekriegen sich gerade während internationalen Turnieren Teams aus den nordamerikanischen und europäischen Ligen, die Rivalität zwischen den Regionen war nie größer als heute.

Das kann sich in Zukunft allerdings ändern, denn mit dem für Nordamerika angekündigten Franchise-System, wird gerade die finanzielle Diskrepanz immer größer werden. Das Konzept verspricht nicht nur bessere Einträge sondern auch Sicherheit für alle teilnehmenden Teams. Ein eklatant wichtiger Faktor, gerade im eSport.

Das dachten sich wohl auch die Besitzer der europäischen Topteams Fnatic und G2. Die reichten, neben den Besitzern von Misfits und Splyce, einen Antrag für die kommende NA LCS ein. Diese Entscheidung würde außerdem zur Folge haben, dass mindestens drei der fünf Spieler der jeweiligen Teams gefeuert werden müssten, weil Riot Importbeschränkungen für jede Liga initiiert hat. Zudem würde die europäische Liga ihre aktuell stärksten Mannschaften verlieren, was den Wert der Region enorm mindern würde.

Glück im Unglück für alle EU-Fans: Es ist äußerst unwahrscheinlich dass Riot die Anträge dieser Organisationen annehmen wird. Viel mehr sollte man dieses Vorgehen als Warnung der europäischen Mannschaften sehen, die sich von dem Franchising-System in Amerika bedroht fühlen. Ob Riot EU dagegen vorgehen wird, bleibt abzuwarten.