Auf der GDC 2018 hat Yauheni Hladki einen Vortrag mit dem Thema "Warum ist es schwerer, einen Gewinner im eSport vorauszusagen?" gehalten. Dabei hat er die These geäußert, dass eSports grundsätzlich mehr Skill erfordern als herkömmliche Sportarten. Etwas, das in den letzten Jahren wohl nur von wenigen behauptet wurde.

Braucht es für eSports wirklich mehr Skill?

Hladki stützt sich dabei auf Daten, die er im Laufe seiner Arbeit gesammelt hat. Er hat theoretische Physik und Politikwissenschaften studiert, bevor er zur Ausrichtung von verschiedenen eSports-Ligen gekommen ist. Ligen in CS:GO, Dota 2, Hearthstone und auch World of Tanks fanden durch ihn statt. Laut ihm gibt es zwei Faktoren für jeden Sport, sei es nun real oder virtuell. Glück und Skill sind die bestimmenden Variablen. Warum der Skill nun bei eSports größer sein soll? Nun, einfach gehalten, sagt Hladki, dass beispielsweise ein Schuss auf ein Tor im Fußball viel seltener zustande kommt, als ein Schuss auf einen Gegner in CS:GO. Je häufiger ein Versuch gestartet wird, desto kleiner wird der Glücksfaktor, der das Ergebnis beeinflusst. Stattdessen rückt Skill in den Vordergrund. Kurz gesagt: Je mehr Chancen für das Zeigen von Skill bestehen, desto unerheblicher wir das Glück bei dem Versuch.

Bilderstrecke starten
(35 Bilder)

Zweifel an der Theorie

Hladki ruft seine Zuschauer laut der Seite PCGamer durchaus dazu auf, seine Theorie zu wiederlegen. Seine Arbeit soll in den kommenden Tagen auf seiner Linkedin-Seite veröffentlicht werden. Viele nehmen Hearthstone als Beispiel, um das Ganze zu kritisieren. Denn in dem Kartenspiel hängt der Ausgang eines Matches immer wieder von RNG (Random Number Generator) und somit auch dem Zufall ab. Was sagt ihr zu der Theorie?