Diablo und seine Nachfolger Diablo II und Diablo III sind klassische Hack&Slay-Spiele, in dem man durch Töten von Gegnern im Level aufsteigt und durch erbeutete Items stärker wird.
Diablo
Diablo perfektionierte durch einzigartigen Spielfluss die Jagd nach höheren Levels, besseren Items und der perfekten Skillung im Hack&Slay-Genre. Für erledigte Quests erhält der Spieler Belohnungen in Form von Gold, Items und Erfahrung. Am begehrtesten sind die Unique Items, einzigartige Gegenstände mit mächtigen magischen Boni. Diablo prägte dadurch die Begriffe Sammelwut und Itemhatz, um dieses süchtig machende Spielprinzip zu beschreiben.
Der eigene Charakter ist der Dreh- und Angelpunkt von Diablo, da die Story (der böse Höllendämon
Diablo muss aufgehalten werden) nur eine Nebensächlichkeit ist, wenngleich sie in meisterhaft animierten Cinematic-Zwischensequenzen erzählt wird. Diablo spielt in Tristram und dem darunter befindlichen Dungeon, in dem man am Ende dem Erzdämon Diablo gegenübersteht.
1997: Blizzard veröffentlich Diablo und Diablo: Hellfire
Diablo-Release war im Jahr 1997. Entwickelt wurde Diablo von Blizzard North. Noch im selben Jahr wie das Hauptspiel erschien das Add-on Diablo: Hellfire, welches zu den drei bereits bestehenden Klassen Warrior (Krieger), Sorcerer (Zauberer) und Rogue (Schurke) den Monk (Mönch) hinzufügte. Außerdem wurden mit Diablo: Hellfire weitere Dungeons, zusätzliche Zaubersprüche, Monster, (Unique-)Items, Quests, sowie Öle und Runen (welche Waffen verstärken) implementiert.
Diablo 2 und Lord of Destruction (LoD)
Diablo 2 Release war im Jahr 2000. Ein Jahr später erschien die Erweiterung Diablo: Lord of Destruction (LoD). Neben den neuen Klassen Totenbeschwörer, Barbar, Paladin bzw. Druide und Assassine gab es ein neues Grafikgerüst, neue Monster, Setgegenstände, Bosse, Runen, Edelsteine und ein überarbeitetes Kampfsystem.
Ein weiteres Element war der Horadrim-Würfel, der die Kombination von Gegenständen ermöglichte. In Diablo: Lord of Destruction konnten zudem Runen zu Runenworten kombiniert werden, um besonders rare Items zu erschaffen.
mehr Infos zur Diablo SerieNeu war auch das BattleNet: Diese von Blizzard bereitgestellte Plattform ermöglichte unkompliziertes Multiplayer-Spiel über LAN oder Internet. Der Download eines Diablo 2 Patch wurde so ebenfalls vereinfacht, da das Programm beim Starten automatisch nach Updates sucht. Trotz stetiger Patch-Updates gibt es im BattleNet gelegentlich noch Probleme mit Diablo-Cheats, da die Schutzmechanismen von findigen Spielern umgangen werden.
Diablo 3
Nach fast einer Dekade Ruhepause hat Blizzard nun Diablo 3 angekündigt. Wie schon in Diablo II gibt es in Diablo III fünf Klassen (Mönch, Barbar, Dämonenjäger, Hexendoktor und Zauberer), die in verschiedenen Trailern - u.a. auf der Blizzard-Hausmesse BlizzCon - vorgestellt wurden.
Auch wenn die Diablo-typische Spielmechanik quasi unangetastet bleibt, gibt es kleine Veränderungen: So wird das allseits beliebte Town Portal (Stadtportal) durch einen anderen Mechanismus ersetzt und auch das konstante Schlürfen von Heiltränken soll reduziert werden. Stattdessen lassen erschlagene Gegner nun so genannte "Orbs" fallen. Das sind kleine Kugeln, die die Gesundheit und das Mana des Helden wieder auffüllen. Dadurch soll verhindert werden, dass man ständig Tränke schlucken muss, was den Spielablauf deutlich flüssiger gestalten sollte.
Generell soll das Spiel mit steigendem Level fordernder werden und Blizzard verspricht entsprechende Inhalte für hochstufige Charaktere. Richtig neu wird der PvP-Modus sein. Hier ist es erstmal in der Diabloserie möglich, sich mit anderen Spielern zu messen in eigens dafür kreirten Arenen. Diese sind von Hand gemacht und nicht zufallsgeneriert wie die Levels im Hauptspiel.
Ebenfalls wird sich wohl einiges im Skillsystem des Spieles tun. Während man in Diablo 2 noch die Skillpunkte frei verteilen durfte, erlernen die Charaktere von Diablo 3 ihre Fähigkeiten alle paar Auftiege selbstständig. Ab Level 30 sollen ihnen alle Skills zur Verfügung stehen, welche sich mit jedem Level-Up verbessern. Der Feuerball, den man auf Level 3 erlernt hat, ist also auf Level 47 ungleich stärker.
Wie Blizzard Anfang August 2011 mitteilte, enthält der neueste Teil der Diablo-Serie ein Echtgeld-Auktionshaus, in dem Spieler gefundene Gegenstände für reelles Geld verkaufen können. Blizzard zieht damit die Konsequenz aus dem Item-Handel in Diablo 2 und steigt in den Handel mit virtuellen Gegenständen mit ein. Ob dieser Schritt von der Community angenommen wird und wie er sich auf die Spielbalance auswirkt, bleibt abzuwarten. Auch verkündeten die Entwickler, dass der Spieler zum Spielen von Diablo 3 dauerhaft online sein muss.
Die Veröffentlichung der Close-Beta im Sommer 2011 lässt darauf schließen, dass Blizzard Diablo 3 noch im vierten Quartal 2011 herausbringen will.