Diablo 3
Nach fast einer Dekade Ruhepause erbarmte sich Blizzard endlich und kündigte Diablo 3 an. Wie schon in Diablo II gibt es in Diablo III wieder fünf Klassen (Mönch, Barbar, Dämonenjäger, Hexendoktor und Zauberer), die in verschiedenen Trailern - u.a. auf der Blizzard-Hausmesse BlizzCon - vorgestellt wurden.
Auch wenn die Diablo-typische Spielmechanik quasi unangetastet bleibt, gibt es kleine Veränderungen: So wurde das allseits beliebte Town Portal (Stadtportal) durch einen anderen Mechanismus ersetzt und auch das konstante Schlürfen von Heiltränken sollte reduziert werden. Daher entschied man sich dazu, erschlagene Gegner nun so genannte "Orbs" droppen zu lassen. Das sind kleine rote Kugeln, die die Gesundheit und das Mana des Helden wieder auffüllen. Dadurch konnte verhindert werden, dass man zu oft exzessiv Tränke einwerfen muss, was den Spielablauf deutlich flüssiger gestaltet.
Generell bietet Diablo 3 einen mit steigendem Level fordernderen Schwierigkeitsgrad und Blizzard versprach entsprechende Inhalte für hochstufige Charaktere. Komplett neu in Diablo III ist der PvP-Modus. Hier ist es erst mal in der Geschichte der Diablo-Serie möglich, sich mit anderen Spielern zu messen, in eigens dafür kreirten Arenen. Diese sind von Hand gemacht und werden nicht zufallsgeneriert, wie die verschiedenen Level im Hauptspiel.
Auch am Skillsystem hat sich einiges getan. Während man in Diablo 2 seine Skillpunkte noch frei verteilen durfte, erlernen die Charaktere von Diablo 3 ihre Fähigkeiten alle paar Aufstiege selbstständig. Ab Level 30 stehen ihnen alle Skills zur Verfügung und durch weitere Level-ups verbessern sie sich in ihrer Wirkung. Der Feuerball, den man auf Level 3 erlernt hat, ist also auf Level 47 ungleich stärker.
Wie von Blizzard Anfang August 2011 angekündigt, enthält der neueste Teil der Diablo-Serie ein Echtgeld-Auktionshaus, in dem Spieler ihre gefundene Gegenstände für reelles Geld verkaufen können. Blizzard zieht damit die Konsequenz aus dem Item-Handel in Diablo 2 und steigt in den Handel mit virtuellen Gegenständen mit ein.
Dieser Schritt wurde vom Großteil der Community skeptisch betrachtet, da viele fürchteten, es würde die Spielbalance negativ beeinflussen. Ein ebenfalls kritisch beäugter Punkt war die Tatsache, dass Blizzard verkündete, man müsste zum Spielen von Diablo 3 dauerhaft eine Internetverbinung besitzen. Dieser Onlinezwang in Kombination mit den zahlreichen Serverproblemen (Error #37) zum Diablo-3-Release am 15. Mai 2012 führten für etliche schlechte Nutzerkritiken. Diablo 3 bleibt ein durchweg gutes Spiel, das Grafik und Effekte wirkungsvoll umzusetzen weiß, jedoch bei eingefleischten Fans nicht an den Ruhm des Vorgängers herankommt.






























