Der Urvater aller Strategiespiele ist wohl unbestritten Command & Conquer von den Westwood Studios. Seit mittlerweile 15 Jahren erfreuen uns die Kämpfe der GDI und NOD um den seltenen Rohstoff Tiberium an unseren Monitoren.
Command & Conquer: Der Tiberiumkonflikt
Teil eins der Serie war Command & Conquer: Der Tiberiumkonflikt. Ursprünglich für DOS entwickelt, erfolgte 1997 eine erfolgreiche SVGA-Version für Windows 95. Mit dem Add-on C&C: Ausnahmezustand wurde das Spiel um 15 Missionen, 10 Multiplayer-Karten und einige neue Titel vom Soundtrack erweitert.
Command & Conquer: Alarmstufe Rot, das eigentlich als Add-on geplant war, unterschied sich von der Spielweise und der grafischen Aufmachung nicht vom Vorgänger. Einzig die komplett eigenständige Handlung hob C&C: Alarmstufe Rot zum eigenständigen Titel empor. Die Erwähnung von GDI und Kane, dem Anführer der Bruderschaft von NOD, war laut Westwood ein Fehler, da es sich als schwierig gestaltete, die nachfolgenden Teile mit der Handlung in Einklang zu bringen.
Insgesamt erschienen für
Command and Conquer: Alarmstufe Rot zwei Add-ons, die einige neue Missionen mit sich brachten: Gegenschlag und Vergeltungsschlag. Später wurden sie zu einer Version zusammengefasst, für die Playstation überarbeitet und stehen mittlerweile kostenlos zum Download zur Verfügung.
Command & Conquer: Operation Tiberian Sun
1999 erschien mit Command & Conquer: Operation Tiberian Sun das erste Sequel zu Der Tiberiumkonflikt. Spielbar waren nun wieder GDI und NOD, die ihre eigenen Handlungsstränge verfolgten. Im Add-on Feuersturm hingegen verbünden sich GDI und NOD gegen Kanes entfleuchte KI CABAL, die nicht spielbar ist.
Command & Conquer: Alarmstufe Rot 2 bezog sich hinsichtlich der Handlung wieder auf seinen namentlichen Vorgänger. Parteien waren die Alliierten und die Sowjets. Spielmechanisch hatten sich keine nennenswerten Neuerungen ergeben. Das Add-on Yuris Rache führte auch hier eine neue Partei ein, die allerdings nur in den Multiplayer-Partien und Gefechten spielbar war. Daneben erweiterte sie das Hauptspiel um neue Einheiten, Kampagnen und Multiplayer-Karten.
mehr Infos zur Command & Conquer SerieCommand & Conquer: Renegade und Generals
Mit Command & Conquer: Renegade (2002) konnte der Tiberiumkrieg aus der Ego-Perspektive erlebt werden. In diesem Ego-Shooter übernimmt man die Rolle eines GDI-Elitesoldaten und wird in die Bruderschaft von NOD eingeschleust.
Command & Conquer: Generals war erstmals in einer frei zoombaren 3-D-Grafik entwickelt und stammte nun nicht mehr von Westwood, sondern von EA selbst. Erneut treten drei neue Fraktionen auf den Plan, die über einen Konflikt im Nahen Osten in Einzelspieler-Kampagnen miteinander verknüpft werden. Der Multiplayer-Modus war hauptsächlich für den Erfolg des Spiels verantwortlich.
Command & Conquer: Tiberium Wars und Alarmstufe Rot 3
Vier Jahre später erschien Command & Conquer: Tiberium Wars als zweites Sequel zu C&C: Der Tiberiumkonflikt. Neben neuen Einheiten, filmreifen Videosequenzen mit Starbesetzung und aufpolierter Grafik-Engine wurde auch eine neue Fraktion hinzugefügt: die Scrin. Das Add-on Kanes Rache spielt in der Einzelspieler-Kampagne ausschließlich aufseiten NODs.
Anscheinend hatte EA Spaß daran, die C&C-Fangemeinde hin- und herzuschubsen. 2008 erschien Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3. Realitätsferner als seine Vorgänger, kristallisierten sich bald neue Spielelemente heraus. So waren je nach Fraktion das Bauen von Gebäuden und die Technologie-Erforschung unterschiedlich. Der Kampf zu Wasser und in der Luft wurde stärker ausgeprägt als in jedem anderen C&C-Teil zuvor. Für Alarmstufe Rot 3 erschien zudem das Add-on mit dem klangvollen Namen Command & Conquer: Alarmstufe Rot 3: Der Aufstand.
Command & Conquer: Tiberian Twilight - Alles wird anders
Der offizielle vierte Teil der Serie erschien 2010 - Command & Conquer: Tiberian Twilight. Die Tiberium-Saga um Kane sollte hiermit ein Ende finden. Die Spielmechanik wurde relativ stark verändert. So wählt man vor jeder Mission die Spielart (offensiv, defensiv oder unterstützend), die die Armeestruktur und Spielweise bestimmt. Außerdem steht nun nicht mehr der Basenbau oder die Auslöschung des Gegners im Vordergrund, sondern die Eroberung von bestimmten Zielen.