Autor: Nedzad Hurabasic

"Sex Sells" - unter diesem Motto steht auch das Rennspiel Adrenalin, das nicht nur mit einem spärlich bekleideten knackigen Hinterteil auf der Verpackung wirbt, sondern auch mit dem deutschen Pornostar Kelly Trump. Letztere hat mit dem Inhalt des Spiels allerdings nichts zu tun.

Was den Spieler außer der Aussicht auf einen knackigen Po noch erwartet, haben wir im Selbsttest in Erfahrung gebracht. Eines vorweg: Einer abgegangen ist uns dabei mit Sicherheit nicht.

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Charakterwahl nach Oberweite
In Adrenalin sollt ihr nicht nur schnöde Rennaction geboten bekommen, das russische Entwicklerstudio 1C will das Renngeschehen zusätzlich mit einer Wirtschaftskomponente und hübschen Mädels garnieren. Von den halb nackten Bikini-Schönheiten gibt es gleich ein Dutzend, jede mit eigenen Skills und Motivationen ausgestattet, was sich im Spielverlauf aber nicht besonders bemerkbar macht.

Im Prinzip kann bei der Wahl des Spielcharakters also der Blick auf die Oberweite oder den Hintern entscheiden - männliche Spielfiguren gibt es im Übrigen keine.

- Mit Kelly Trump auf den Olymp der knackigen Hintern. Viel mehr steckt leider nicht drin...

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Für welches der aufstrebenden Jungmodels ihr euch entscheidet, alle sind Teilnehmerinnen an einer TV-Reality Show, bei der sie gegeneinander antreten dürfen. Anders als bei den meisten Rennspielen geht es bei Adrenalin nicht immer nur darum, den ersten Platz zu belegen.

Oft genug ist eine spektakuläre Fahrweise mit halsbrecherischen Crashs und waghalsigen Überholmanövern wichtiger, als die Ziellinie als Erster zu passieren. Wer das Publikum auf seine Seite ziehen kann, kassiert Bonuspunkte und Sonderwertungen, die abhängig vom Renn-Modus über Erfolg oder Niederlage entscheiden können.

Die Models können daraus Kapital schlagen, indem sie Werbeverträge abschließen und sich auf den Titelbildern von Magazinen oder Werbefilmen wieder finden. "Wirtschafts-Simulations-Modus" wird dieser Teil des Spiels hochtrabend genannt.

Letztendlich ist das aber nicht mehr, als vor jedem Rennen den einen oder anderen Sponsor aufzutreiben, der für festgelegte Rennziele Kohle locker macht. Nur bei Erreichen dieser Ziele wird das Geld aufs Konto überwiesen, das kann auch der zweite Platz oder die Höchstpunktzahl bei der Fanwertung sein. Doch nicht nur dieser jämmerliche "Wirtschaftsteil" ist mehr Schein als Sein. Eigentlich ist kaum zu glauben, dass die Macher von durchaus guten Spielen wie der Sturmovik-Serie so ein zusammengeschustertes Werk abliefern.

Insgesamt stehen nur acht Wagen zur Verfügung, die sich in der Bauart kaum unterscheiden. Zudem handelt es sich bei der Hälfte lediglich um die Cabrio-Versionen, sodass eigentlich nur vier Fahrzeuge im Spiel enthalten sind. Ebenso blutarm erweist sich auch die Darstellung der Boliden: wenig Details, langweiliges 08/15-Design - von modernen Rennspielen ist Adrenalin so weit entfernt wie Die Toten Hosen von Bayern München. Überhaupt ist die Optik ziemlich altbacken. Konkurrenzprodukte wie Need for Speed: Most Wanted sind dem Spiel in praktisch allen Belangen überlegen. Weitere Kostproben gefällig? Bitte schön!

Von der angepriesenen Joystick-Unterstützung war im Test leider nichts zu bemerken. So waren wir gezwungen, uns per Tastatur über die 15 Parcours zu quälen. Wer sich noch an die Tastatur-Quälerei bei Test Drive vor einem Jahrzehnt erinnern kann, weiß, dass dies bei solchen Spielen ein Spielspaß-Killer erster Güte ist. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Fahrzeuge sich beständig unserer Kontrolle entziehen.Andererseits könnte aber auch die schwammige Steuerung sein, die an Ungenauigkeit kaum noch zu überbieten ist. Ständig kracht das Auto von einer Barriere zur anderen, fliegen wir aus Kurven und gegen unsichtbare Wände. Eine Flipperkugel dürfte sich ähnlich fühlen.

Ein weiteres Merkmal dieses spieltechnischen Offenbarungseids ist der Sound des Spiels. Angeblich sind die populärsten russischen Rock Acts dafür verantwortlich. Doch wenn das die Creme de la Creme sein soll, bekommt selbst unser Chef demnächst einen Plattenvertrag als einer der drei Tenöre. Abgesehen davon ist die Rockmusik nur an einigen Stellen zu hören.

Noch viel schlimmer ist die amateurhafte, nervig-billige Techno/Elektromusik, die der Folterkammer eines russischen Gefangenenlagers entsprungen sein muss. Schrecklich! Ganz schlimm sind in diesem Zusammenhang auch die Sprecher von Adrenalin. Sie als amateurhaft zu bezeichnen wäre fast schon eine Auszeichnung. Wer sich diese Zumutung lange genug antun will (oder muss ...), wird im Spielverlauf einige neue Strecken und Rennmodi freischalten. Während es in den ersten Rennen ganz in Schumi-Art darum geht, den ersten Platz zu belegen, steigert sich die Schwierigkeit schnell und ihr dürft in Knockout Rennen (der jeweils Letzte einer Runde scheidet aus), Death Match (Zerstören der Gegner) oder Drift-Herausforderungen antreten.

Wer bei zwar ungewöhnlich, aber auch sehr unübersichtlich entworfenen Rennstrecken die computergesteuerten Gegner abhängen will, wird sich wundern. Wie an einem Gummiband scheinen sie an den Spieler gefesselt zu sein, sodass der Abstand nie allzu groß wird. Das gilt aber auch umgekehrt: Verhaspelt ihr euch oder landet mal wieder in der Leitplanke, drosseln die Kontrahenten automatisch die Geschwindigkeit und warten fast schon darauf, dass ihr sie einholt. Die vielen Siege und Werberverträge zahlen sich aber nicht nur auf dem Konto aus, auch dem eigenen Fahrzeug kann viel Gutes getan werden. Wer seinen Wagen aufmotzen will, erhält dazu jede Menge Gelegenheit. Schließlich stehen pro Vehikel-Klasse diverse Modifikationen bereit.

Von der simplen Neulackierung über Reifenwechsel und Spoilertuning bis hin zu Getriebe- und Motorenwechsel ist vieles möglich. Am Interessantesten sind aber die Adrenalin-Aufrüstungen. Mit ihnen könnt ihr besonders spektakuläre Stunts und Karambolagen hinlegen und noch mehr Bonuspunkte einfahren.

Die kann Adrenalin aber leider nicht bei Multiplayer-Fans einheimsen. Mehrspieler-Rennen sind nur via Netzwerk möglich, Splitscreen- oder Online-Features sucht man vergebens. Wer sich diese Zumutung lange genug antun will (oder muss ...), wird im Spielverlauf einige neue Strecken und Rennmodi freischalten. Während es in den ersten Rennen ganz in Schumi-Art darum geht, den ersten Platz zu belegen, steigert sich die Schwierigkeit schnell und ihr dürft in Knockout Rennen (der jeweils Letzte einer Runde scheidet aus), Death Match (Zerstören der Gegner) oder Drift-Herausforderungen antreten.

Wer bei zwar ungewöhnlich, aber auch sehr unübersichtlich entworfenen Rennstrecken die computergesteuerten Gegner abhängen will, wird sich wundern. Wie an einem Gummiband scheinen sie an den Spieler gefesselt zu sein, sodass der Abstand nie allzu groß wird. Das gilt aber auch umgekehrt: Verhaspelt ihr euch oder landet mal wieder in der Leitplanke, drosseln die Kontrahenten automatisch die Geschwindigkeit und warten fast schon darauf, dass ihr sie einholt. Die vielen Siege und Werberverträge zahlen sich aber nicht nur auf dem Konto aus, auch dem eigenen Fahrzeug kann viel Gutes getan werden. Wer seinen Wagen aufmotzen will, erhält dazu jede Menge Gelegenheit. Schließlich stehen pro Vehikel-Klasse diverse Modifikationen bereit.

Von der simplen Neulackierung über Reifenwechsel und Spoilertuning bis hin zu Getriebe- und Motorenwechsel ist vieles möglich. Am Interessantesten sind aber die Adrenalin-Aufrüstungen. Mit ihnen könnt ihr besonders spektakuläre Stunts und Karambolagen hinlegen und noch mehr Bonuspunkte einfahren.

Die kann Adrenalin aber leider nicht bei Multiplayer-Fans einheimsen. Mehrspieler-Rennen sind nur via Netzwerk möglich, Splitscreen- oder Online-Features sucht man vergebens.